Pleinairmalen in Speyer – Unterwegs mit umbra8
Eigentlich war für Mitte Juli 2025 eine Malreise nach Metz geplant. Doch die Reise musste kurzfristig abgesagt werden. Statt die Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen, entschieden wir uns für eine spontane Alternative: Pleinairmalen von umbra8 in Speyer.
Am 23. Juni machten wir uns mit unserem Malzeug auf den Weg in eine der ältesten Städte Deutschlands. Die historische Kulisse mit ihren verwinkelten Gassen, Plätzen und Fassaden bot ideale Bedingungen, um direkt vor Ort zu arbeiten und Eindrücke unmittelbar auf die Leinwand zu bringen.
Malen unter freiem Himmel
Pleinairmalerei bedeutet, sich bewusst den Bedingungen vor Ort auszusetzen: wechselndes Licht, Geräusche, Bewegung. Anders als im Atelier entsteht das Bild nicht in kontrollierter Umgebung, sondern im direkten Dialog mit der Umgebung.
Gerade in einer Stadt wie Speyer verändert sich die Wahrnehmung ständig – je nach Tageszeit, Perspektive und Atmosphäre. Diese Dynamik spiegelt sich zwangsläufig auch in den Arbeiten wider.
Zwischen Alltag und Beobachtung
Während wir arbeiteten, blieben viele Passanten stehen, beobachteten den Prozess oder kamen ins Gespräch. Diese spontanen Begegnungen sind ein wesentlicher Bestandteil solcher Tage – sie verändern den Blick auf das eigene Arbeiten und machen den Entstehungsprozess sichtbar.
Eine ähnliche Nähe zwischen Künstler und Betrachter entsteht auch in Ausstellungssituationen, etwa beim Tag der offenen Ateliers in Hochstadt, wo Besucher den Arbeitsprozess direkt miterleben können.
Unterschiedliche Orte, unterschiedliche Wirkung
Im Vergleich zu klassischen Ausstellungen – etwa im industriellen Raum wie beim Kunstsalon im Parc Explor Wendel – steht beim Pleinairmalen nicht die Inszenierung der fertigen Werke im Vordergrund, sondern der unmittelbare Moment.
Der Ort wird nicht zur Bühne, sondern zum aktiven Bestandteil des Bildes.
Teilnehmer

